Entstehung der Blüte aus dem Geist des Zen

KÜnstler: Hans-Günther Van Look (1939-2007)

Aufstellungsjahr: 1994

Nach seiner Jugend-und Schulzeit, in der früh die künstlerische Begabung Van Looks erkannt wurde, studierte er in Karlsruhe an der Akademie der Bildenden Künste in der Malklasse von Professor Georg Meistermann, der neben seiner malerischen Tätigkeit ein führender Meister in der neuen deutschen Glasbildkunst der Nachkriegszeit war und die Wirkung des modernen Kirchenbaus damit entsprechend mitbestimmte. Van Look verdankt auch darin Meistermann entscheidende Impulse. Gleichermaßen wichtig wurden im Hinblick auf die Verbindung von Architektur und Glasfenster auch die Architekturvorlesungen, die Van Look bei Professor Egon Eiermann an der technischen Hochschule in Karlsruhe belegte. Nach Abschluss seines Studiums von 1958 bis 1963 arbeitet Van Look als unabhängiger Künstler. 1970 war er Gründungs- und Vorstandsmitglied der Reinhold-Schneider-Gesellschaft e. V. und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Stadt Freiburg einen Reinhold-Schneider-Preis stiftete, der alle zwei Jahre an herausragende Persön­lichkeiten aus dem Freiburger Kunst- und Kulturleben verliehen wird. Von 1981 bis 1987 hatte er den Vorsitz der Gemeinschaft der christlichen Künstler der Erzdiözese Freiburg inne, erhielt Preise und Stipendien, u.a. der deutschen Akademie Villa Massimo, Rom und wurde zum Mitglied des deutschen Werkbundes Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg berufen. Neben fast jährlichen Einzelausstellungen nahm er an vielen internationalen Gruppenausstellungen teil, die seine Arbeiten außer in Deutschland, in Frankreich, der Schweiz, Italien, Spanien und England bekannt machten. Neben seiner Malerei und Glasmalerei arbeitet er in Stein und mit gewalzten Stahlblechen. Sein zweiter Wohnsitz und Arbeitsplatz liegt in Cadaques/ Spanien.

In allen Gestaltungen Van Looks spielt die Darstellung des Lichtes als spirituelles Medium und Symbol eine hervorstechende Rolle. Das Lichtphänomen, nicht als Beleuchtung, sondern als immateriellste Erscheinung der gesamten Schöpfung und unmittelbarer Mittler von Transzendenz, erscheint in allen Werken des Künstlers. In der Landschaftsmalerei hat er den traditionellen Kanon von Vordergrund- Mittelgrund - Hintergrund und Himmel durchbrachen und den Kosmos als fünften Bestandteil des universellen Landschaftsbildes eingeführt, die er als Horizonte, vor allem als Lichthorizonte darstellt, dabei mit ihrer Fünfzahl auf uralte, das Leben bestimmende Zahlenmystik zurückgreift. "Der Horizont ist ein Wahrnehmensphänomen, also nichts, was unabhängig von Menschen existieren könnte. Er ist kein „Ding“ in der Welt er ist irreal. Und doch spielt sich alles, was dem Menschen im Raum begegnet, im Rahmen des Horizonts ab, fasst die erscheinenden Dinge zur Einheit zusammen. Der Horizont gehört in einen Bereich, der mit dem Begriff Kants der transkontinentalen Erfassung des menschlichen In-der-Welt-seins bezeichnet werden kann. Darum ist er nichts innerhalb des Raumes, aber er gehört unauflösbar zur Räumlichkeit des menschlichen Seins." (Christoph Schneider).

Quelle: Buch "Kunst im öffentlichen Raum im Geschäftsbereich der Sparkasse Markgräflerland"

freier Eintritt
frei zugänglich / immer geöffnet

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