Müllheimer Stadtgeschichte

Umfangreiche Ausgrabungen verweisen auf römische, merowingische, alemannische und fränkische Besiedlung in Müllheim vor der ersten urkundlichen Erwähnung Müllheims in einer Schenkungsurkunde des Königsfreien Starcfrid an das Kloster St. Gallen (757/8). Nachdem die Region für kurze Zeit unter der Herrschaft der Zähringer, dann der Grafen von Freiburg stand, fiel die Herrschaft Badenweiler an die Markgrafen von Hachberg-Sausenburg (1444)  und an die Markgrafen von Baden: es entstand das badische Markgräflerland (1503).

Nach dem 30jährigen Krieg und den „Franzosenkriegen“ erhält Müllheim das Recht zur Abhaltung eines Wochenmarktes (1698).

Er sollte den wirtschaftlichen Aufschwung fördern und die Not der kriegsgeplagten Bevölkerung lindern. Das bis dato aus zwei Teilorten, Ober-und Niedermüllheim, bestehende  Dorf wuchs nicht zuletzt durch die Verlegung des Amtssitzes des Amtsbezirkes Badenweiler nach Müllheim (1727)  zu einem Dorf zusammen. Neben Acker-und Weinbau brachten Gewerbefleiß und Handel, besonders der Weinhandel, eine Aufwärtsentwicklung. Durch den immer stärker werdenden Zustrom von Beamten und Angestellten sowie von Handwerkern und Geschäftsleuten stieg die Einwohnerzahl bis zur Jahrhundertwende auf 1700,  wovon 300  die Bürgerrechte besaßen.

 

Ein Markstein für Müllheims Entwicklung ist die Verleihung der Stadtrechte an Müllheim (1810) durch den Großherzog von Baden. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Müllheim mit Bezirksamt, Amtsgericht, Finanzamt, Forstamt und zahlreichen Schulen zur Amts- und Verwaltungsstadt der Region. Müllheim war früher und ist auch heute das Zentrum des Markgräfler Weinbaugebietes mit etwa 500 ha Rebfläche.

Seit findet bis heute der alljährliche Weinmarkt statt (1872)

 

Müllheim wird Garnisonsstadt und ist heute Sitz der Deutsch-Französischen Brigade mit über 5000 Soldaten (1905/6). Im Zuge der Verwaltungsreform verliert Müllheim den Kreissitz. Durch Eingliederung der umliegenden Gemeinden Britzingen, Dattingen, Feldberg, Hügelheim, Niederweiler, Vögisheim und Zunzingen erhöht sich die Einwohnerzahl von 8.000 Einwohnern auf heute ca. 20.000 Einwohner und ist seit

Sitz des Gemeindeverwaltungsverbandes Müllheim-Badenweiler (1972)  mit über 30.000 Einwohnern.

Heute

Von seiner Geschichte, von seiner geographischen Lage, von seiner Funktion in Verwaltung, Bildung, Kultur und Wirtschaft versteht sich die Stadt im Konzert der umliegenden Kommunen als die „Weinhauptstadt des Markgräflerlandes“. In unmittelbarer Nähe zu drei Thermalbädern gelegen, mittig zwischen Basel und Freiburg, bietet Müllheim ideale Vorausetzungen als Schulstadt, Wirtschaftsstandort und qualitativer Wohnort. Mit hohem Freizeit-und Erlebniswert ausgestattet, ist Müllheim zudem ein sehr beliebter Urlaubsort.