Markgräfler Wiiwegli - 3. Etappe

Wanderungen

Kurze Etappe durch einige der bekanntesten Lagen des südlichen Markgräflerlandes. Wiesenpfade und -wege, zum Teil mit Kies, in den Orten asphaltiert.

  • Typ Wanderungen
  • Schwierigkeit
  • Dauer 3:34 h
  • Länge 13,2 km
  • Aufstieg 218 m
  • Abstieg 275 m
  • Niedrigster Punkt 242 m
  • Höchster Punkt 342 m

Beschreibung

Entlang des Weinwanderweges stoßen Wanderer immer wieder auf verschiedenste Sehenswürdigkeiten. Hier eine kleine Auswahl:

Müllheim ist ein Geheimtipp im Markgräflerland. Das Zentrum der Weinbauregion Markgräflerland tritt immer mehr aus dem Schatten des bekannten Kurortes Badenweiler mit seinen sehenswerten römischen Bad­ruinen und seinem Thermalbad. In den letzten Jahren hat sich Müllheim fein herausgeputzt. Das historische Zentrum rund um den Marktplatz ist behutsam und sorgfältig restauriert worden und lädt zu einem Stadt­bummel ein.

Die Martinskirche steht auf den Ruinen eines römischen Gutshofes. Im Untergeschoss des Turmes sind kostbare Malereien aus dem 14. Jahr­hundert zu finden.

Das Markgräfler Museum in der Wilhelmstraße präsentiert die Kunst, Kultur und Geschichte des Markgräf­lerlandes. Der historische Weinkeller informiert ausführlich über den Weinbau - unter anderem auch über den Gutedel, der um 1780 vom Mark­grafen Karl Friedrich aus der Schweiz hierher gebracht wurde.

Bad Bellingen - Müllheim

Die dritte Etappe bietet mehr Spielraum für Verschnaufpausen. Zudem liegen zwei größere Orte, Schliengen und Müllheim, an der Strecke, die beide mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten aufwarten. Eventuell bleibt am Nachmittag sogar noch Zeit für einen Abstecher nach Badenweiler.

Wer nicht wieder die Straße nach Hertingen bis zum Parkplatz Pfaffenacker aufsteigen möchte, kann bei der barocken Kirche St. Leodegar auch die Markus-Ruf-Straße nehmen. Durch Weinberge gelangt der Wanderer beim Wegweiser „Kirschenhof“ wieder auf das Markgräfler Wiiwegli. In sanftem Auf und Ab verläuft der Weg nun zunächst durch Streuobstwiesen und Laubwälder. Beim Abstieg nach Schliengen begleiten lange Reihen von Weinreben der bekannten Großlage „Schliengener Sonnenstück“ den Wanderer.

Am Eingang zum Rastplatz „Ölacker“ mahnt der alemannische Dichter Johann Peter Hebel (1760 - 1826) zur Muße: „Ganglueg e‘wenig d‘Gegnig a, i glaub, du wirsch e‘Gfalle ha.“ - frei übersetzt „Schau` ein wenig die Gegend an, ich glaube, du wirst daran Gefallen haben.“

Am Ortsausgang von Schliengen passiert das Wiiwegli die 1908 gegründete Erste Markgräfler Winzergenossenschaft. Die alte Trotte, eine historische Weinpresse aus dem 17. Jahrhundert, erinnert an den hohen Stellenwert der Hygiene in der Weinproduktion schon früherer Jahrhunderte. Bis Auggen führt der Weg durch die für ihre Spitzenweine bekannten Weinlagen „Schliengener Sonnenstücks“ und später dann durch den „Auggener Schäf“.

Unterwegs erfährt der Wanderer auf zahlreichen Informationstafeln viel Interessantes über die Rebsorten und die Weinherstellung. Am Ortseingang von Auggen knickt der Weinweg scharf nach links ab und führt zur exponiert über dem Ort gelegenen Evangelischen Kreuzkirche. Direkt neben der Kirche bezeugt ein historischer Eis- und Lagerkeller, dass die Markgräfler nicht nur Wein trinken. Friedrich Sexauer hat den Keller 1863 für sein Brauhaus in den Löss treiben lassen.

Vorbei an mächtigen alten Kirschbäumen am Müllheimer Buck strebt das Wiiwegli nun dem höchsten Punkt dieser Etappe zu, dem Luginsland. Schon von weither ist das Jägerdenkmal sichtbar, ein kleiner Turm mit einem romantisch anmutenden Balkon. Vom Luginsland bieten sich wunderschöne Ausblicke über dasRheintal zu den Vogesen sowie über Müllheim und Badenweiler zum Blauen und Belchen. Weiter geht es über die Alte Linde, die mit ihrer Rundbank zum Rasten einlädt (der kürzeste Weg zum außerhalb der Stadt gelegenen Bahnhof zweigt hier ab). Vom Luginsland sind es durch Weinberge und an Schrebergärten vorbei nur noch wenige Kilometer bis in die Stadtmitte von Müllheim.

Leichte Wanderschuhe

Mit dem Zug zum Bahnhof Bad Bellingen. Von dort ca. 200 m auf der Straße nach Hertingen bis zum Parkplatz Pfaffenacker.