Feldberg

Das Dorf Feldberg, der südlichste Ortsteil Müllheims, liegt nach Südwesten ausgerichtet wie auf einer Sonnenterrasse zwischen Obstwiesen und Weinbergen.

Die Kirschblüte hüllt das Land im Frühling in einen duftigen Schleier. Und nicht umsonst hat die höchste Gutedelweinlage Badens oberhalb Feldbergs den Namen »Paradies«. Hier kann man auf der Genussliege inmitten der Reben die Zeit vergessen. Hinter dem »Paradies« beginnen die dichten Wälder des Blauenmassivs mit ihren verlockenden Wandersteigen.

Die Häuser von Feldberg scheinen sich für ein Malerporträt versammelt zu haben, so perfekt sind ihre Dachgiebel um die alte Kirche und den großen, über 200 Jahre alten Dorfbrunnen gruppiert. Sehenswert sind im Kirchenraum die schönen Fresken aus Renaissance und Frühbarock sowie ein großer Wandteppich, den die Feldberger Frauen gemeinsam hergestellt haben.
Auch draußen vor dem Dorf ist die Muße präsent: Auf dem etwa drei Kilometer langen »Dichterwegli« durch die Rebberge treffen wir die Haute-Volée der alemannischen Heimatdichter, angeführt von Großmeister Johann Peter Hebel. Auf 17 Texttafeln kann man die Verse goutieren, während der Blick weit ins Land schweift. Der schönste Platz auf dieser Route ist der »Stalten«, eine große ebene Fläche am Waldrand mit Spiel- und Grillplatz und herrlicher Aussicht Richtung Rheinebene und Schweizer Jura.

Obwohl auch Feldberg ländlich geprägt ist, fallen im Ortsbild einige besonders schöne, vornehme Bürgerlichkeit ausstrahlende Anwesen mit klassizistischer und barocker Architektur ins Auge. Eins davon ist z.B. das Anwesen  Gasthof »Ochsen«, der 1763 durch Um- und Ausbau seine heutige Form erhielt. Nach den Dichtern draußen in den Weinbergen nun der Künstler: In der Kibiger-Stube des »Ochsen« können die Gäste, während sie sich den kulinarischen Genüssen hingeben, einen tiefen Blick in die Kultur des Markgräflerlandes werfen: Der Heimatmaler Julius Kibiger (1903–1983) fungiert dabei als Reiseführer mit sieben großformatigen Ölgemälden, die das Markgräflerland aus verschiedenen Perspektiven zeigen. In einer Vitrine sind seine Malutensilien ausgestellt: eine bekleckste Palette, Pinsel, Tuben, ein Malerkoffer aus dem Jahr 1925 – und ein bemaltes Fläschchen für Zwetschgenwasser.

Im Bild zu sehen ist das Anwesen Rosskopf, die ehemalige Metzgerei in Feldberg. Besonders erwähnenswert ist hier der Viereck-Innenhof, der auch öffentlich zugänglich ist.

Auch wenn es im Dorf schon lange keinen Laden mehr gibt, kann man doch beim Dorfbäcker morgens Brot, Brezeln und frische Brötchen direkt vom Backofen kaufen.          

Als Tipp empfehlen wir den Glockenturm des ehemaligen Klosters im Feldberger Weiler Rheintal.