Dattingen

Der kleine Britzinger Teilort Dattingen zählt 418 Einwohner und liegt versteckt in einer sanften Talmulde.

Seit 1185 ist das Dorf »aktenkundig«. Es gehörte zu den Besitztümern des Klosters St. Trudpert im Münstertal. 1222 wurde die damals »Tatighoven« genannte Ortschaft vom Kloster St. Blasien übernommen. Aber der Ort war schon viel früher besiedelt: Die dort gefundenen zahlreichen prähistorischen Grabstellen sind um die 3000 Jahre alt.

Dattingen liegt zwar versteckt, aber nicht so abseits wie Muggardt, was ihm im Dreißigjährigen Krieg zum Verhängnis wurde: Während die marodierenden Söldnertruppen Muggardt einfach »übersahen«, musste Dattingen schwere Verwüstungen erleiden. 1811 wurde Dattingen selbstständige Gemeinde, 1971 kam es zur Gesamtgemeinde Britzingen und wurde drei Jahre später zusammen mit dieser nach Müllheim eingemeindet.

Die landwirtschaftliche Struktur prägt auch heute noch das Dorf. Der Weinbau im Dattinger Rosenberg ist vorherrschend, der überwiegend nur noch im Nebenerwerb betrieben wird.

Abseits von Stress und Hektik kann man hier die Zeit vergessen. Die Zufahrt liegt abseits der Durchgangsstraßen, die Winzerstraße, die als Hauptdurchfahrt den Ort in behäbigen Kurven durchquert, hat noch den Charakter einer echten  Dorfstraße. Die kleine, aus dem 14. Jahrhundert stammende Jakobus-Kirche ist der Blickfang im hübschen Ortsbild. Plätschernde Dorfbrunnen und historische Winzerhöfe laden zu Erkundungsspaziergängen ein. Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad weitere Kreise ziehen will, findet in unmittelbarer Nähe romantische Hohlwege und reizvolle Ausblicke von den Rebterrassen rund um den Ort.

Sehenswert ist auch der Dorfbrunnen, die Winzerhäuser und die romantische Hohlgasse mit Ihren Wanderwegen.